In Zeiten der Finanzkrise

Samstag, 23. Mai 2009

Der dichte Qualm fröhlicher Raketen ist verschwunden. 2009 ist da, wir sind sogar schon mittendrin. Tschechien hat die EU-Ratspräsidentschaft übernommen, Obama wurde vereidigt und die Finanzkrise macht nun endlich das, was ihr bescheinigt wird – sie sorgt für Angst, Angst vor leeren Geldbeuteln. Aber was soll der ganze Trübsinn, diese Aneinanderkettung schlechter Nachrichten im „Jahr der schlechten Nachrichten“, diese ganze Untergangsstimmung, wenn der Winter in Vergessenheit gerät, die Blüten explodieren und die Velofahrer auf die Straßen zurückkehren.

In den nächsten Monaten werden wieder Tausende von Besuchern in die Hansestadt pilgern und sich Hafen, Michel, Reeperbahn und Alster anschauen. Ob die Finanzkrise sie zwingen wird, sämtliche Wege zu Fuß zu bewältigen, steht noch im Raum. Sicher ist, gleich welche Motivation sie davon abhalten sollte, einen Bogen um die Velos zu machen, sie werden es bereuen. Denn als nachhaltiges innerstädtisches Fortbewegungsmittel ist das Fahrradtaxi ohne Konkurrenz. Nur selten bietet sich dem Besucher diese einmalige Symbiose aus persönlichem Kontakt zu einem Einheimischen und dem Erlebnis, die schönsten Orte der Stadt kennenzulernen - und das, versteht sich, auf dem schönsten Weg.

Ja, so ist das mit dem „Jahr der schlechten Nachrichten. Die neue, perfekt gelegene Halle ist schon da, der Frühling kommt auch langsam in Fahrt und der Sommer, ach, das wird ein Sommer, so warm und trocken, so herrlich, dass wir uns noch in einigen Jahren an ihn erinnern werden. Jubelstimmung wird aufkommen, Euphorie sich durchsetzen. Die Queen Mary 2 wird vor lauter Hochgefühl auf Höhe Landungsbrücken noch einmal eine Pirouette drehen und Touristen und Hamburger werden sich schunkelnd in den Armen liegen und ihr Dasein feiern. Und damit nicht genug. Ole von Beust wird vom Glück nur so überschwemmt, dass er freiwillig aus seinem Amt scheidet, die Elbphilharmonie wird vor Überschwang in sich zusammenstürzen und die Studenten unter den Velofahrern werden ihr Studium mit gutem Gewissen abbrechen, da die Konsumgutscheine doch noch Realität werden und die Kunden eine Stadtrundfahrt nach der anderen buchen. Ja, so ist das im „Jahr der schlechten Nachrichten“. Besser kann es nicht werden.

 

 


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Hamburg Dungeon meets Block House

Dienstag, 24. Juni 2008

Hamburg Dungeon. Gut zu wissen, dass es dieses Format auch in London, York, Amsterdam und Edinburgh gibt. Also ein austauschbares Format mit lokalem Kolorit. In Hamburg wird der Besucher mit der schwarzen Pest, dem verheerenden Brand von 1842 und Störtebeker, dem sagenumwobenen Freibeuter der Nord- und Ostsee, der den hanseatischen „Pfeffersäcken" ordentlich eingheizt hat, konfrontiert. Beim Betreten der ersten Räumlichkeit, ein labiler Fahrstuhl namens Bärbel, wird auf den bevorstehenden Schrecken eingestimmt, der sich leider im Laufe der folgenden neunzig Minuten in Grenzen hält. Der Besucher, in diesem Fall „wir“, dieser facettenreiche Haufen Hamburger Velo-Fahrer, durchwandert die verschiedensten lichtarmen Räumlichkeiten, die mit Liebe für das Detail in die Dunkelheit des alten Speicherhauses gezimmert wurden. Anstatt dem alten Affen Angst zu begegnen, werden einem leider Beleidigungen an den Kopf geworfen, die nur im Rahmen dieses Ambiente als fehlinterpretierte Höflichkeiten gedeutet werden können - besonders die uns angehängten „Fremden“ aus Bielefeld mussten Spott und Häme über sich ergehen lassen. Ansonsten muss man den Darstellern ein hohes Lob aussprechen, denn jeder Velo-Fahrer weiss, wie schwer es ist, in seinem eigenen Alltag, den Kunden ein nichtalltägliches Ereignis zu gestalten. Zudem sind sowohl die angedeutete Wildwasserbahn als auch der ebenso angedeutete „Freie Fall“ eine gelungene Abwechslung zu der geballten Ladung „Wort“, die einem in die Gehörgänge gedrückt wird.

Insgesamt war der laue Sommerabend für uns Velo-Fahrer eine gelungene Streicheleinheit nach einem Harley-Wochenende, an dem sich Sprit und Schweiß wie eine zweite Haut auf unsere stählerne Körper gelegt hatten. Und der Abend hatte ja noch nicht sein Ende gefunden.

Denn im Anschluß sind wir vom Dungeon umweltbewusst zum „Block House“ am Gänsemarkt geradelt, um dem Gewichtsverlust am Wochenende entgegenzuwirken. Dort haben wir lecker getafelt und die Substanz dieser eingeschworenen Gemeinschaft weiter gefestigt. Im Namen der Chefetage und selbstverständlich der Fahrer: Danke Dungeon! Danke Block House! Auch wenn ich dabei bleibe: Fleisch essen macht hässlich.


P.S.: Angeblich hat sich der Freibeuterkapitän den Namen Störtebeker (aus dem Niederdeutschen „Stürz den Becher“) wegen seiner Trinkfestigkeit als Spitznamen verdient. (Quelle:wikipedia) Gut zu wissen! Bis dann


 


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"Die große Stille" Veloimpressionen- Teil 4

Freitag, 23. Mai 2008

Die große Stille  (Teil 4) 

Mir fehlt das Mantra, würde ich denken, wenn ich denken könnte. Aber ich brauche keine geflüsterte Formel, um meine mentalen und spirituellen Energien freizusetzen. Mein Mund bewegt sich rhythmisch, die Räder rollen gleichmäßig, gleich gigantischer Ölpumpen bewegen sich meine Beine. Ich habe mich von meinen Gedanken befreit, ich bin eins mit der Zeit, die vom Rhythmus meiner Atmung bestimmt wird. Ich bin frei, ich bin Licht, ich bin jenseits von Gut und Böse, ich bin Ekstase. Ich bin. In diesem heroischen Gefühl, das sich leider keineswegs so anfühlt, werde ich von meinen Kunden angepeitscht: „Das ist wirklich super, großartig. Wir werden sie auf jeden Fall weiterempfehlen. Hamburg ist so eine wunderbare Stadt. Wahnsinn. Klasse.“ Ich nicke, trete weiter und höre: Sie sind der Größte, der Beste, das, was Gott geschaffen hätte, wenn er doch mehr als eine Woche Zeit gehabt hätte. Nein, sie sind... Stopp. Die Ampel ist auf rot. Was ist passiert? Habe ich etwas gesagt? Anscheinend schon. Habe ich etwa laut gedacht? Ich drehe mich um und erblicke glückliche Gesichter, die mich nur als Wort kennen und nicht als Gedanken.
Die Ampel zählt die Zeit herunter. Neuer Wall. Rathausmarkt. Endstation. Ein Foto. Eine Wolke. Ein Schatten. „Danke. Das hat wirklich Spaß gemacht“, kommt es synchron aus ihren Mündern. „Mir auch.“ Und das ist keine Lüge. Die beiden verschwinden aus meinem Sichtfeld. Ich beuge mich zur Zigarettenschachtel herunter. Da nehme ich einen Schatten hinter mir wahr und drehe mich um. „Hallo“, sage ich. Die gedrungene Gestalt nickt. „Fahren sie auch nach Stade?“ Ich zünde mir die Zigarette an. „Sorry, nach der Zigarette werde ich in die Halle fahren. Mein Feierabend hat gerade begonnen. Beim nächsten Mal.“ Ich glaube, er würde über seinen ausgefeilten Witz lachen, wenn er sich sicher wäre, dass meine Antwort nur ein Scherz war. Aber ganz so sicher sind wir uns da beide nicht. 
 
Das wars fürs erste, Benni
 


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"Die große Stille" Veloimpressionen- Teil 3

Donnerstag, 22. Mai 2008

Die große Stille  (Teil 3)

Das Prinzip der zwei Ebenen. Das parallele Existieren von Sprache und Gedanken. Das, was sich ansonsten auseinander ergibt, zusammenarbeitet, hatte sich kurzzeitig voneinander verabschiedet. Das gesprochene Wort hatte sich automatisiert, war selbständig geworden, in keinem Zusammenhang zu den Gedanken, die im Dickicht der sauerstoffarmen Existenz so vor sich hinwaberten. Wie ein Programm oder eine Gangschaltung auf Automatik. Eine Mensch-Maschine, ein Motor, der lebende Beweis für das Pawlowsche Prinzip. Die Erregungsprozesse lassen bei mir zwar nicht den Speichel aus den Mundwinkeln rinnen, dafür spucke ich wie auf Kommando Sätze aus, wenn mein Blick auf Gebäude fällt, die mir so vertraut sind wie die Frage: „Fahren sie auch nach Bergedorf?“ Heute ausnahmsweise nicht.

Weiter geht’s. Die Marco-Polo-Terrassen und das mit ihr verbundene Panorama ziehen das Pärchen im meinem Nacken in den Bann. „Hier passiert wirklich viel in Hamburg.“ Die Räder setzen sich wieder in Bewegung. Der vom Wind aufgewühlte Feinstaub der Hafencity legt sich auf das Gemisch aus Schweiß und Sonnencreme in meinem Gesicht. Mein Mund bewegt sich. Meine Gedanken versuchen wieder Fahrt aufzunehmen. Der Schatten einer Wolke. Der herrliche Blick auf das Brookfleet von der Kibbelstegbrücke. „Ist das herrlich.“ Endlich meldet sich der Mann, der sich anfangs gewohnt verhalten gegeben hat, zu Wort. „Ist das herrlich.“ Wiederholt er. Die Räder rollen, hypnotisch, wie ein perpetuum mobile. Wenn es mal so wäre. Der Wind streicht nahe einer Erlösung durch mein Gesicht. Die Hafenpromenade. Der Blick gen Nordsee, denke und sage ich. So etwas kommt davon, wenn die Nikotinreserven im Körper sich dem ground zero nähern. Landungsbrücken. Mein Mund bewegt sich immer noch, während meine Gedanken aufgegeben haben. Portugiesenviertel. Verlockende Düfte umspielen meine Nase, aber an Essen ist nicht zu denken. Meine Gedanken, die auf der Hafenpromenade noch an einen Stop-Motion-Film erinnert haben, sind zum Stillstand gekommen. Endstation Michel. Für meine Gedanken zumindest. Während mein Mund nicht aufgeben will, sich weiter konvulsivisch zu bewegen, und die Räder sich weiter hypnotisch drehen, breitet sich eine Stille in mir aus. Die große Stille. Die Geräusche meiner Umgebung gewinnen an Intensität, an Lautstärke, so dass das nachlassende Summen des Hilfsmotors der Geräuschkulisse einer einfahrenden U-Bahn gleicht. „Zum Glück haben wir sie angesprochen. Also, das ist wirklich ein Erlebnis!“

Fortsetzung folgt morgen...

 

 


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Schon Dame?

Donnerstag, 22. Mai 2008

Vor kurzem  fuhren zwei sehr junge Mädels bei mir in der Rikscha. Sie waren höchstens 10 Jahre alt.
 
Nach 30 sec. Fahrt sagt Dame 1: "Ich liebe es mit diesen Fahrradtaxis zu fahren."
Dame 2: "Ja, das ist wirklich sehr nett."
Dame 1: "Kannst Du Dir vorstellen, dass wir jetzt schon zwei Stunden die Geschäfte angeschaut haben"
Dame 2: "Ja, das ist wirklich kaum zu glauben."
 
Sooo erwachsen - das Lachen konnte ich mir schwer verkneifen.
 Wie hielten dann, und nachdem Dame 1 für beide bezahlt hatte, sagte Sie:
"Warten Sie, da kommt noch etwas."
Stefan:
"Ihr braucht mir von Eurem Taschengeld wirklich kein Trinkgeld geben."
Die Dame:
"Das is ja gar nicht mein Taschengeld."
 



"Die große Stille" Veloimpressionen- Teil 2

Mittwoch, 21. Mai 2008

Die große Stille (Teil 2)

27°C, denn ich verlasse im geschäftigen Tempo den Schatten, der mich für einige Augenblicke in seinen Schoß gelegt hatte. Da ich aufgrund des plötzlich auftretenden Sauerstoffmangels vergessen hatte, mich über die Geschichte des Hamburger Rathauses auszulassen, beginnt das Gespräch mit einer persönlichen Note. Die gewohnten Fragen werden abgearbeitet: „Ist das nicht anstrengend?“, „Sind sie Student oder so was? Sind sie Hamburger und ins Fitnessstudio müssen sie garantiert nicht, oder?“ Naja, zwischen diesen Zahnrad-Sätzen, die entgegen ihrer Zerstreutheit doch immer wieder ineinander greifen, bleibt die erschreckende Erkenntnis, dass diese zwei mir völlig fremden Menschen, die für mich mehr Stimme als Gestalt sind, bis zum Erreichen der St.-Nikolai-Kirche mehr über mich wissen als mein Prof., der momentan über die nächsten Monate meines Lebens entscheidet. Und schon beginnen meine Gedanken die gewöhnlichen Runden zu drehen: Über mein Leben, meine Freunde, über Damals und Heute. Hypnotisch dreht sich das Vorderrad des Velos vor meinen Augen. Die Zeit verstreicht. Und verstreicht. Bis mich die Stimme der Frau fragt: „Wann wird die Oper, wie hieß sie noch einmal, fertig sein?“ Stopp. Das Velo kommt zum Stillstand. Was habe ich gesagt? Habe ich etwas gesagt? „Hhm, 2010, dem Zeitplan nach.“

Fortsetzung folgt morgen...

 

 


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"Die große Stille" Veloimpressionen- Teil 1

Dienstag, 20. Mai 2008

Die große Stille  (Teil 1) von Benni

23°C, Windgeschwindigkeit 25 km/h, vereinzelt sind Quellwolken am Himmel zu erspähen, die ihre Schatten auf die freien Flächen der Stadt werfen. So auch auf den Rathausmarkt, auf dem ich mit meinem Velo stehe und Aussicht nach Personen halte, die diese Stadt aus einer anderen Perspektive erleben wollen. Langsam rinnt ein Schweißtropfen über meine rechte Schläfe, meine Atmung ist flach, meine Muskeln brennen und trotzdem ist es mein sehnlichster Wunsch, eine Zigarette zu rauchen. Bevor ich mir allerdings der Absurdität meines Verlangens bewusst werden kann, steht ein Pärchen im mittleren Alter vor mir. Erwartungsvoll, leicht verunsichert stehen sie da, bis die brünette Dame mit der Wella-Dauerwelle sehr direkt fragt, was denn bei mir so im Angebot steht. Ich entgegne, „einiges“, und erkläre, verliere mich in Abhandlungen über die Möglichkeiten des Fahrradtaxis, in Schwärmereien über diese Stadt, und höre mich reden, während meine Gedanken proportional zum gesprochenen Wort weniger werden. So ist das. „Aha.“ Habe ich etwas Falsches gesagt? Anscheinend nicht. Denn die beiden sitzen bereits auf der Rückbank des Velos und hauchen die magische Formel: „Fahren sie einfach mal, sie machen das schon.“

Fortsetzung folgt morgen...

 


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Geschichte(n) der Hamburger Velos

Mittwoch, 7. Mai 2008

Der Beitrag: Geschichte(n) der Hamburger Velos, ist in der Startseite nicht zu sehen.

Im Blog unter "Stories" kann man den Beitrag lesen.

 


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Geschichte(n) der Hamburger Velos

Mittwoch, 7. Mai 2008

Die Geschichte(n) der Hamburger Velos

Es schrieb sich das Jahr 2002, als die Entscheidung fiel, die Berliner Fahrradtaxis auch nach Hamburg zu holen. So wurden Pläne gemacht, Genehmigungen eingeholt, Velos gekauft, Fahrer gesucht und eine Halle bezogen, die an der direkten Grenze der Speicherstadt zur HafenCity lag. Im April 2003 war es dann soweit: Es gab eine
Pressekonferenz

 

Christa Saga (Gal)

auf dem Rathausmarkt, und damit war die erste Velosaison eröffnet!

Es folgte ein Sommer voller Euphorie. Mehr und mehr Fahrer kamen hinzu, das Wetter zeigte sich umwerfend und wir waren schon bald nicht mehr aus der Innenstadt wegzudenken. Die Fahrgäste inklusive der Prominenz

waren begeistert, die Velos wurden zu begehrten Fotomodellen und wir leerten die eine oder andere Kiste Bier nach Feierabend und sammelten die Geschichten, die der Tag gebracht hatte.

Und so etablierten sich die Velos in den beiden darauf folgenden Jahren. Einige von uns wurden zu Stammfahrern, andere kamen und gingen. Turbulent war es immer. Es gab Hinterhofparties, Unwetter und viele Ideen. Um die Wintermiete zwischen den Jahren zu sparen, fuhren wir die Velos im Herbst 2004 und 2005 über
Feld und Wiesen

hinaus in einen alten Kuhstall

70 Kilometer entfernt. 2004 begleitete uns der NDR, 2005 verschlief er den in den frühen Morgenstunden liegenden Startschuss. Beide Male waren es besondere Erlebnisse, 2005 mit einem großen Finish.



Im Jahre 2006 konnten wir nicht zurück in unsere alte Halle, denn dort wo wir die Jahren zuvor gegrillt hatten, verläuft nun eine vierspurige HafenCity Straße, und unsere alte Halle wird zum Automobilmuseum. Wir zogen um in die Schanze, die viele Möglichkeiten bietet, unsere Tageseinnahmen schnell wieder einzutauschen.

So haben wir hier mittlerweile zwei Saisons verbracht, während der wir im Winter unsere Hamburgkenntnisse durch Besuche all der häufigen Sommerfahrziele (Modelleisenbahn, Dungeon, Panoptikum, Aalspeicher, St. Nikolai, usw.) ausgebaut und im Sommer die Fahrerchoreographie

verfeinert haben

Und es gibt weitere große Pläne: ein Veloballett auf dem Rathausmarkt und ein eigener Kalender für das Jahr 2009, für den bereits die ersten Aufnahmen im Kasten sind...

Wir sind in den Startlöchern für unsere sechste Saison und freuen uns auf einen ereignisreichen, fahrintensiven und sonnigen Sommer 2008 - einmal mehr voller Spannung, was er mit sich bringen wird!

Aktuelles ist ab sofort auch in unserem Blog über das Velofahren in Hamburg zu erfahren:   http://veloteamhh.magix.net/blog

 

 


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Morgens " halb zehn in Hamburg"

Freitag, 2. Mai 2008

Mittlerweile kurve ich mit dem Fahrradtaxi ja schon im sechsten Jahr durch Hamburg. Doch was heute Morgen um „halb zehn“ vor dem Miniaturwunderland in der Speicherstadt abging das war echt der Hammer. Frederik Braun einer der beiden Brüder, die das Miniaturwunderland ins Leben gerufen haben, lief aufgeregt mit dem Megafon auf und ab. „Wer zum Miniaturwunderland will, sollte sich die Ansage meines Kollegen anhören. Mittlerweile wurden die Straßen vorm Wunderland abgesperrt. Der Andrang wurde immer größer….. Zurzeit haben wir eine „Wartezeit von 100 Minuten“, wenn Sie die Möglichkeit haben, kommen Sie doch am späten Abend wieder. Oder wenn Sie in Hamburg übernachten, dann kommen Sie doch am Samstagmorgen, dann gibt es Garantiert keine Wartezeit. OK! Es ist Brückentag, viele Besucher sind in Hamburg, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.
Auch an den Landungsbrücken waren die diversen Stadtrundfahrtbusse richtig voll besetzt.
Hamburg boomt, Hamburg ist in!
Beitrag von Jörn
 


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Beitrag von Axel "Bier und Flüppchen"

Sonntag, 20. April 2008

Nachtrag

Der Beitrag von Axel "Bier und Flüppchen" war gestern auf der Startseite nicht zu sehen.

Also im Blog unter Kategorien "Stories" kann man den Beitag lesen.

 


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Bier und Flüppchen

Samstag, 19. April 2008

Heute war mal wieder zur Abwechslung eine schnieke Junggesellenabschiedstour angesagt. Ich stand vor Karstadt, als plötzlich ein schwankender lila Cowboy neben mir stand. Er und sein Kumpel wollten zum NH-Hotel gefahren werden. Alles klar - eingestiegen und losgeheizt!

Schon nach kurzer Zeit meldete sich der zukünftige Ex-Jungeselle zu Wort; zu seinem Bier wollte er ganz gerne ein Flüppchen haben. Ich hab' natürlich erstmal gar nichts kapiert, also nochmal nachgefragt. Beim dritten gelallten "Flüppchen" verstand ich dann, was er meinte und gab ihm auch gleich eine Zigarette - man ist ja nett.

Allerdings entpuppte der Kerl sich als beinharter Kettenraönes Wort, das ich bis datucher (soll ja bei literweise Bier öfter vorkommen). Schon auf dem Jungfernstieg fragte er nach einem weiteren Flüppchen. Ich hatte aber leider keine mehr, also fing er an, Passanten zu fragen und ihnen ein ums andere Mal "Flüppchen" in die verdutzten Gesichter zu gröhlen. Den Passanten ging es wie mir am Anfang - keiner verstand, was der lila Cowboy wollte, also häufte sich die Prophylaxeantwort "Nein".

Da wurde der Revolverheld aber doch ein bisschen maulig. Immerhin ist Hamburg ja eine Weltstadt, da wird man doch wohl mal ein Flüppchen haben können, wenn man artig fragt. Also schenkte er sich seine Artigkeit und fing statt dessen an, junge Mädels anzupeilen. Zwischendurch schmiss er noch ein Bier im Fahrzeug um. Ich schwankte mittlerweile zwischen Lachkrämpfen und Todesqualen.

Aber aller Spaß hat ja irgendwann ein Ende, so auch diese Tour. Ich lieferte die Beiden beim Hotel ab, heizte von dannen und machte mir den Rest des Tages lustige Gedanken über ein schönes Wort, das ich bis dato noch nicht kannte... und das Wort war "Flüppchen".

-Axel

 


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